Wird die Kalte Fusion am Ende doch noch heiß?

Wird die Kalte Fusion am Ende doch noch heiß?

Herr Rossi arbeitet an einem neuen Reaktor, der die Temperatur des Wasserdampfes  deutlich erhöht. Warum ist das von großer Wichtigkeit? Es war immer beabsichtigt, den E-cat mit einer Siemens Turbine zu betreiben, um Strom für einen Haushalt zu produzieren. Die Turbine benötigt jedoch eine Temperatur von mindestens 260 Grad Celsius um eine Effizienz von etwa 20-25% zu erbringen. Turbinen sind relativ einfach aufgebaut, verlangen wenig Überwachung oder Pflege und sind sehr robust. Aber sie sind seit jeher mit einigen Nachteilen behaftet. Zum einen ist der Wirkungsgrad relative gering und zum anderen ist die Effizienz nur bei einer recht hohen Drehzahl lohnenswert.

Damit ist erklärt, warum die Dampftemperatur so hoch gefahren werden muss. Die erste Version des E-cat hatte damit seine Grenzen erreicht. Herr Rossi ist nun dabei einen neuen Reaktortyp vorzustellen, der wesentlich höhere Temperaturen erreichen kann. Wir wissen noch keine Details. Aber wir wissen, dass man in der Forschungsstätte sehr positiv gestimmt ist, und die hohen  Temperaturen werden nun ohne weiteres erreicht.

Damit bietet sich auch die Möglichkeit, andere Generatoren zu verwenden, die nicht auf einer Turbine beruhen. Im Gespräch war schon immer der Stirling- Motor, der mit einem Kolben arbeitet und damit auf höhere Wirkungsgrade kommt. Ein Kolbenmotor auf dem Prinzip einer Dampfmaschine kann auch mit nacherhitztem, getrockneten Wasserdampf betrieben werden, um noch höhere Leistungen zu erbringen. Dies ist nun möglich geworden, und wir sehen, dass neue Entwicklungen schneller vorwärts getrieben werden.

Der Motor ist ein wesentliches Zwischenglied zwischen E-cat und Generator. Die Effizienz macht sich natürlich in der Strommenge bemerkbar, die wir entnehmen können. Mit der hohen Temperatur stehen uns nun mehr Möglichkeiten zur Verfügung, den Wasserdampf in kinetische Energie umzuwandeln.

Damit beweist die Kalte Fusion, dass sie nicht so träge ist, wie manche vermuteten. Sie erreicht nun Temperaturen, die sowohl einfach zu beherrschen ist als auch genug Energie liefert. Es zeigt auch, wie viel mehr Energie wir noch aus diesem Prinzip in der nahen Zukunft erwarten können.

Diese Nachricht verdeutlicht, wie nahe wir uns bereits an der Produktion befinden. Herr Rossi kann schon jetzt mit großartigen Ergebnissen aufwarten, trotz der Skepsis, die immer noch vorherrscht. Bald jedoch wird auch die letzte negative Stimme verebben. Andere Bauformen und Baugrößen können dann in Angriff genommen werden und langsam den immensen Bedarf an billiger Energie sättigen.

 

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5 thoughts on “Wird die Kalte Fusion am Ende doch noch heiß?

  1. dreistein

    ich wünsche mir nichts mehr als das die Kalte Fusion klappt, aber dieses raus zögern und die Haltung von Herrn Rossi gegen über einer neutralen Komission zur überprüfen seines E-Cat lässt nur den Schluß zu das es sich um eine “Ente” handelt. Jeder Mensch muß Geld verdienen für seinen Lebensunterhalt, und wenn ich eine so GENIALE Sache entwickelt habe werde und will ich sie vermarkten. Diese Verzögerung und Verschleppung des Verkaufs ist mir nicht klar und verständlich! Start des Verkaufs des E-CAT sollte 2011 sein, jetzt haben wir 06.2012 und er soll wieder am Forschen sein???? Man braucht kein Siemens um mit der Energie etwas anzutreiben!!

    1. Kaltefusion Post author

      Bitte bedenken Sie, dass Herr Rossi fast allein diese Forschung weiterbetrieb, während sich die meisten verschlossen. Er brachtes es nun fertig, die Temperatur auf 600 Grad C zu steigern. Bedenken Sie auch, dass die Grundlagenforschung noch weit hinterherhinkt, so dass er nicht auf Erfahrungen anderer aufbauen konnte. Ich fragte ihn letzte Woche, ob die Lieferung der ersten Geräte noch in diesem Jahr statfinden. Er bestätigte das. Aber die Geräte müssen noch der Prüfung unterzogen werden, was sicher einige Monate dauern kann. Ich persünlich finde, dass die Verzögerungen sich sehr im annehmbaren Rahmen befinden. Es wäre sicher schneller gegangen, wenn er mehr Unterstützung gehabt hätte.

  2. Norville

    mich würde mal interresieren welche Industriezweige vom E-cat profitieren und welchen verlieren. Gibt es dazu Literatur oder Magazine, etc?
    Ich schätze mal das Aktien von Ölkonzernen nicht unbedingt steigen werden, aber vielleicht Aktien von Siemens (weg. den Turbinen)?
    Auf der anderen Seite ist ja Siemens massiv in der Atomtechnologie investiert . Auch nicht so gut…

    1. Kaltefusion Post author

      Die Frage zielt darauf hin, welche Industrien viel Energie benötigen. Die Aluminiumgewinnung, zum Beispiel benötigt enorm viel Strom. Das Problem wird sicher darin liegen, wenn ein Unternehmen im Besitz des E-cats ist während die Konkurrenz auf die Lieferung warten muss. Wer weiß schon, wie lange die Lieferzeit für Großanlagen sein wird. Erdöl wird auch für viele andere Zwecke benötigt, und darüber hinaus wird das Öl knapper. Das sollte zeitlich gut zusammenpassen. Der E-cat wird mit einer Million Stück für das erste Jahr veranschlagt. Das ist nicht sehr viel, so dass sich die Industrien darauf einstellen können. Es wird sicher einige Jahre dauern, bis der E-cat weltweit Bedeutung gewinnt.
      Neben Turbinen sind auch andere Geräte im Gespräch: Der Stirling motor und natürlich ein Wärmeaustauscher.

  3. norville

    Die Aluminium Industrie wird möglicherweise die Kosten senken können durch geringere Stromkosten, aber die Frage ist ob auch der Gewinn steigen wird und ich hab da meine Zweifel, denn schließlich sollten ja allle Aluminiu verarbeitenden Betriebe von den geringeren Strompreisen profitieren und das sollte heißen das die Preise generell fallen, ohne das die Gewinne steigen. Die einzige Möglichkeit für Gewinnsteigerungen sehe ich darin das der Umsatz steigt (relative gesehen, den mit fallenden Strompreisen fällt auch der Umsatz erstmal).
    Wenn man Aluminium günstiger verarbeiten kann müßten vermutlich die Preise für den Rohstoff Aluminium steigen denn bei günstigeren Aluminiumpreisen sollte die Nachfrage nach steigen steigen was wiederum die Preise steigen läßt. Also im Endeffekt würde nicht unbedingt die Aluminiumverarbeitenden Betrieb profitieren sondern die Minenbetreiber die Aluminium abbauen (ich vermute einfach mal das Aluminium im Bergwerk abgebaut wird). Also letztendlich wären Aktien von Minenunternehmen gut oder den Rohstoff selbst über einen ETF o.ä. kaufen.
    Aber wie du schon sagtest, das ganze ist vermutlich eher was langfristiges.
    Auf der anderen Seite werden doch vielleicht auch andere auf den Zug aufspringen wollen und das Gerät nachbauen , oder nicht? Ich hab gehört der Rossi eine Menge dafür tut einen Nachbau von z.B. Chinesen zu verhindern, aber ob das klappt wage ich mal zu bezweifeln. Vielleicht haben die Chinesen schon längst ihre Technologie entwickelt, aber eben nicht veröffentlicht.

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