Was steckt hinter Rossis Bruch mit Defkalion?

Nach dem plötzliche Ende der Kooperation Rossis mit der griechischen Firma Defkalion, die eigentlich noch in diesem Jahr mit der Produktion von durch E-Cat Einheiten betriebene Heizungsanlagen beginnen sollte, werden jetzt die Gründe bekannt.

Laut einem von Rossi auf seinem Blog veröffentlichten offenen Brief verfügt Defkalion einfach nicht über ausreichend Kapital, um seinen vertraglichen Verpflichtungen nachzukommen. Er gibt an, dass keine technologischen oder persönlichen Gründe für den Bruch vorlagen. Anscheinend erwägt Rossi rechtliche Schritte gegen Defkalion.

Rossi schreib außerdem, dass er plant im November mit dem Verkauf von E-Cat 1 Megawatt Kraftwerken zu beginnen. Details zu diesen Einheiten werden nicht erwähnt. Rossi bestätigt aber nochmals, dass keine geheimen Informationen über den Aufbau der Reaktoren an Defkalion weitergegeben worden sind.

Konzeptstudie zum Energy-Catalyzer

Der Physiker Prof. Christos Stremmenos, leitender Wissenschaftler bei Defkalion, gab per E-Mail einen Kommentar zur Trennung ab. Er bestätigt die finanziellen Gründe und bekräftigt, dass keine Zweifel an Rossis Technologie bestehen.

Im Internet kursiert außerdem eine „Presseerklärung“, die angeblich von Defkalion herausgegeben wurde und das Vertrauen der Firma in die Zusammenarbeit mit Rossi und in seine Erfindung bekräftigt, sowie die Hoffnung ausdrückt das Projekt doch noch gemeinsam zu verwirklichen.

Außerdem werden „internationale Energie-Interessen“ und Bankinstitute beschuldigt, die Entwicklung des E-Cat aufhalten zu wollen, um den Status Quo zu erhalten. Ob diese Presseerklärung tatsächlich von Defkalion stammt, ist nicht geklärt, da sie bisher nicht auf der Webseite der Firma zu finden ist.

Alles in allem scheint es so, als waren die Gründe für das Zerwürfnis zwischen Rossi und Defkalion eher finanzieller als wissenschaftlicher Natur.