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Rossi Interview zum Stand der E-Cat Entwicklung Teil 1

Der E-Cat Entwickler Andrea Rossi hat in einem ausführlichen Interview mit Sterling Allen und Moderator Gary Hendershot am Jahrestag der ersten Pressekonferenz zum Thema, also am 14. Januar, zahlreiche Fragen zum E-Cat beantwortet und Fortschritte bei der Entwicklung vorgestellt.

Ein Video des Interviews findet sich auf Youtube:

Das Interview ist im folgenden kurz zusammengefasst (1. Teil):

Reaktorkern: Der Reaktorkern einer E-Cat Haushaltseinheit hat etwa die Größe einer Zigarettenschachtel (etwa 85 m3) und ist in der Lage, 10 kW Energie zu erzeugen. Die gesamte Einheit wird etwa so groß sein wie ein PC, also kleiner als bisher angegeben und laut Rossi auch leichter. Jede E-Cat Einheit für den Privathaushalt wird nur über einen Reaktorkern verfügen.

Kein Wasserstofftank: Der neue E-Cat verfügt im Inneren des Reaktorkerns über ein Material, das Wasserstoff absorbieren und wieder freisetzen kann. Daher ist im Gegensatz zu früheren E-Cat Systemen, bei denen die Verwendung eines Wasserstofftanks notwendig war, kein solcher Behälter mehr nötig.

Diese Weiterentwicklung vereinfacht den Fertigungsprozess und hat wahrscheinlich auch die Verringerung der Gesamtgröße der Einheiten ermöglicht. Für die eigentliche Reaktion werden nur Pikogramm Wasserstoff verbraucht. Die Absorption und Freisetzung des Wasserstoffs könnte eventuell über die Temperatur im Inneren des Reaktorkerns gesteuert werden.

Teil 2 der Interviewzusammenfassung folgt sehr bald im nächsten Post.

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Erstes englischsprachiges E-Cat e-Buch veröffentlicht

Gerade wurde das erste E-Buch über den Energy Catalyser in Englischer Sprache veröffentlicht. Es trägt den Titel „Secrets of E-Cat“, der Autor heisst Mario Menichella und es handelt sich um eine Übersetzung des italienischen Buches „I segreti dell’E-Cat“. 

Neues e-Buch "Secrets of E-Cat" (von http://www.consulente-energia.com)

 

Das Buch ist eine Art Anleitung zum Bau eines Gerätes für Kalte-Fusion nach dem Vorbild von Rossis E-Cat. Es enthält Details über den Aufbau und die plausibelste Hypothese über den verwendeten Katalysator. Im zweiten Teil des Buches findet sich auch ein Kapitel über die Produkte der Kernreaktionen, die im E-Cat auftreten. Und ein weiteres Kapitel befaßt sich mit der Kontrolle von Radioaktivität und gefährlicher Strahlung. 

Der Autor Mario Menichella ist wissenschaftlicher Organisator der Viareggio Cold Fusion Conference, die am 23. July in Italien stattgefunden hat. Er ist Physiker (Abschluss an der Universität Florenz) mit einem Master in Wissenschaftskommunikation (International School for Advanced Studies (ISAS) in Trieste). Menichella hat am Italian National Institute of Nuclear Physics (INFN, Italienisches Nationales Institut für Kernphysik) gearbeitet. 

Er hat bereits mehr als ein Dutzend populärwissenschaftlicher Bücher veröffentlicht. Das neue E-Cat Buch „Secrets of E-Cat“ kann man zum Preis von 7€ als PDF Datei herunterladen (Index und Vorwort sind als kostenlose Vorschau verfügbar). Es umfasst 145 Seiten mit insgesamt 68 Abbildungen und wurde vom Online-Verlag Consulente Energia Publisher verlegt.

Professor Sergio Focardi

Der Italiener Sergio Focardi wurde 1932 in Florenz geboren und hat zunächst auch dort studiert, 1950 setzte er dann seine Studien in Pisa and der Scuola Normale Superiore fort. 1954 machte er seinen Abschluss in Physik und blieb für weitere zwei Jahre als Assistent dort.

Sergio Focardi

Im Jahre 1956 nahm er dann eine Position an der Universität von Bologna an. Hier blieb er (mit Ausnahme einer kurzen Zeit als Gastdozent an der Universität Messina 1977) und lehrte Allgemeine Physik sowie Experimentalphysik. Focardi in den 80er Jahren sogar Dekan der Fakultät für Mathematik, Physik und Naturwissenschaften. 

Seit 2004 Focardi ist emeritierter Professor an der Universität von Bologna. Er war Leiter des Büros des Instituto Nazionale di Fisica Nucleare (Nationales Institut für Kernphysik) in Bologna. Und viele Jahre Vorstandsmitglied der Italienischen Gesellschaft für Physik. 

Er arbeitet an der Erforschung der Grundlagen des Phänomens der Kalten-Fusion in Nickel-Wasserstoff Reaktoren. Dabei kollaborierte der auch mit Francesco Piantelli

Sergio Focardi ist der Autor mehrerer Veröffentlichungen zu diesem Thema zum Beispiel: Focardi S, Gabbani V, Montalbano V, Piantelli F, Veronesi S (November 1998). „Large excess heat production in Ni-H systems.” Il Nuovo Cimento A 111 (11): 1233–1242. 

Seit 2008 arbeitet er gemeinsam mit Andrea Rossi an der Entwicklung des Energy-Catalyzers (auch kurz E-Cat) genannt und be sich dabei hauptsächlich mit den physikalischen Grundlagen des Funktionsprinzips.

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Details zur neuen E-Cat Version und dem 1MW Kraftwerk

Der ausführliche Bericht, den Mats Lewan gerade auf der Ny Teknik Webseite veröffentlicht hat, enthält einige neue Details zu den in Rossis 1MW Kraftwerk verbauten weiterentwickelten E-Cats. Es sind 52 an der Zahl und Lewan hatte in Bologna sowohl Gelegenheit Rossis Anlage in Augenschein zu nehmen und zu fotografieren, als auch einen kurzen Testlauf einer der Einheiten zu beobachten und zu filmen. 

Video von Rossis 1MW Kraftwerk 

Diese neuartigen E-Cat Einheiten haben Abmessungen von circa 50x60x30 cm und wiegen 80kg (ohne Wasser) und sind damit deutlich größer und schwerer als die vorhergehenden Versionen.

Rossi erklärt die Vergrößerung mit einem größerem Volumen des Innenraums, in dem das Wasser erhitzt wird (ungefähr 30 Liter) und einem größeren Wärmetauscher mit einer größeren Oberfläche für effizientere Übertragung der Hitze vom Reaktor auf das zirkulierende Wasser und den Dampf nach der Vaporisation.

Wasserpumpe für die Wasserzufuhr zum 1MW Kraftwerk (Foto: Mats Lewan)

 

Das höhere Gewicht liegt wohl teilweise an einer zusätzlichen Blei-Isolation. Das Wasser wird mit Hilfe einer peristaltischen Pumpe in den E-Cat eingeleitet und befindet sich dort wahrscheinlich in direktem Kontakt mit dem Wärmetauscher, der am Reaktor angebracht ist. 

Laut Rossi wird kein weiterer Kreislauf und auch keine andere Flüssigkeit, außer Wasser für den Wärmetransport verwendet. 

Nach etwa 30 Minuten im selbstversorgenden Betriebsmodus braucht der E-Cat für 10 Minuten wieder die Zufuhr externer Elektrischer Energie von circa 2,6kW. Diese ist wohl notwendig, um die Stabilität der Reaktion zu gewährleisten.

Gerüchte über Liaison mit NASA

Hartnäckig halten sich im Netz bisher unbestätigte Gerüchte hinsichtlich einer möglichen Zusammenarbeit Rossis mit der US-amerikanischen Luft- und Raumfahrtbehörde NASA.

Im Juli kam es wohl zu einem Treffen von Rossi und Vertretern von Rossis Partnerfirma Ampergo mit Wissenschaftlern der NASA. Ohne Details zu nennen, gab Rossi danach an, dass er mit der NASA zusammenarbeiten werde. Außerdem zeigte er sich positiv überrascht von dem hohen Kenntnissstand der NASA-Wissenschaftler über die E-Cat Technologie.

Die NASA hegt auch eine Vermutung, über die Funktionsweise des E-Cat, die Widom Larson Theorie und plant wohl auch diese Theorie experimentell zu überprüfen. Ob Wissenschaftler der NASA auch selbst Tests mit dem E-Cat durchführen werden, ist unklar.

Weiter angeheizt werden die Spekulationen aktuell durch Roy Virgilio, ein Assistent Francesco Piantellis, der auf dem italienischen Forum „Energeticambiente“ schrieb, dass die NASA Rossi ein Ultimatum bis zum 22. September gestellt habe, um seinen E-Cat zu verifizieren

Dennis Bushnell

Im Juni bereits äußerte sich Dennis Bushnell, wissenschaftlicher Leiter am Forschungszentrum der NASA in Langley, Virginia, optimistisch darüber, dass die LENR (Low Energy Nuclear Reaction) also „niederenergetische Kernfusion“ eine Lösung für viele unserer Energie- und Klimaprobleme darstellen könnte. Er erwähnte in diesem Zusammenhang speziell auch Rossi und Focardi und ihre Entwicklung.

Die NASA hat bereits in der Vergangenheit Interesse an Kalter Fusion gezeigt. Dass die Raumfahrtorganisation, vielleicht auch eine potentielle Nutzung als Energiequelle in der Raumfahrt in Betracht ziehen könnte, ist zurzeit jedoch noch wilde Spekulation.

Es wäre natürlich von enormem Vorteil, wenn eine renommierte Organisation, wie die NASA den E-Cat für nützlich befinden würde. Es ist aber anzunehmen, dass viel Wunschdenken dahintersteckt, denn bisher gibt es  keine offizielle Bestätigung weder von Seiten Rossis noch der NASA.

 

Materialverbrauch des E-Cat

Im E-Cat reagieren Wasserstoff und Nickel unter Freisetzung von thermischer Energie zu Kupfer. Da stellt sich die Frage, welcher Verbrauch an Ausgangsstoffen zu erwarten ist, ob weitere Kosten entstehen und auf welchen Preis für die erzeugte Energie man hoffen kann.

Rossi gibt in dem Blog auf seiner Webseite, unter Verweis auf den Bericht der schwedischen Wissenschaftler Hanno Essen und Sven Kullander an, dass ein E-Cat in 24 Stunden nur 0.2 Gramm Wasserstoff verbraucht.

Außerdem muss die Anlage nach 180 Tagen Betrieb mit einer neuen Ladung Nickel versorgt werden. Auf Nachfrage eines Lesers bestätigt er, dass der E-Cat tatsächlich nur alle 6 Monate wieder mit Nickelpulver aufgefüllt werden muß.

Die Herstellung des benötigten Nickelpulvers soll angeblich nur 10% Mehrkosten, im Vergleich zu gewöhnlichem Nickel, verursachen.

File:Nickel chunk.jpg
Nickel-Brocken

Rossi behauptet, dass die Kosten für 1kWh elektrische Energie circa $0,01 betragen werden und $2 pro kW. Unklar ist, ob eventuell anfallende Wartungskosten bei dieser Schätzung berücksichtigt wurden. Das hört sich alles sehr günstig an, ob diese Werte auch in der Praxis erreicht werden wird sich zeigen.

Rossi kündigt “idiotensichere” Messungen für die nächste im Oktober in den USA geplante Demonstration an, so dass hoffentlich verlässliche Meßdaten unabhängige Schätzungen des Verbrauchs und der Kosten zulassen werden.

 
 
 
 
Nickel-Pulver

Eine weitere Frage stellt sich hinsichtlich der Unbedenklichkeit der Reaktionsprodukte für Gesundheit und Umwelt, welche Entsorgungskosten könnten beispielsweise anfallen? Rossi bekräftigt in einem Blog, das weder radioaktive Materialien verwendet werden, noch radioaktive Materialien (auch kein Tritium) bei der Reaktion entstehen.

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Funktionsprinzip von Rossis E-Cat

Gemeinsam mit dem Physiker und emeritierten Professor Sergio Focardi arbeitet Andrea Rossi an der Entwicklung des sogenannten Energy-Catalyzers (kurz E-Cat). Diese Erfindung basiert auf der Arbeit von Francesco Piantelli, der schon 1989 die Grundlagen der Reaktion erforscht hat und auch zwei Patente dafür besitzt.

Obwohl Rossi nur wenige Informationen preisgegeben hat, wahrscheinlich um die Patentierung seiner Entwicklung nicht zu gefährden, scheinen die folgenden Grundlagen der Funktionsweise des Energy-Catalyzers wahrscheinlich:

Im Reaktor kommt es zu einer Fusion von Wasserstoff und Nickel, wobei Hitze freigesetzt wird und sich Kupfer bildet. Der Nickel wirkt als Katalysator für die Reaktion, bei der Wasserstoffatome in die Kristallstruktur des Nickels eindiffundieren sollen.

Tatsächlich konnte bei einer Demonstration im Januar in Bologna eine erzeugte Energie von 10kW in Form von Wärme gemessen werden. Das war immerhin das 31fache der eingesetzten Energiemenge.

Ob wirklich eine „niederenergetische Kernfusion“ (Low Energy Nuclear Reaction (LENR)) vorliegt, ist noch nicht allgemein akzeptiert. Theoretisch könnte der Energieausstoß auch durch eine chemische Reaktion erklärt werden.

Nachdem sie bei einem der Tests anwesend waren, sind Sven Kullander (emeritierter Professor an der Universität von Uppsala) und Hanno Essen vom (Swedish Royal Institute of Technology) von einer nuklearen Reaktion als Quelle der gemessenen Wärme überzeugt.

Bei den Testläufen konnte allerdings die für Kernreaktionen typische Gamma- oder Neutronenstrahlung nicht nachgewiesen werden. Auch konnte bisher kein Nachweis darüber erbracht werden, dass sich die erwartenden nicht-natürlichen Isotopenverhältnisse in den Reaktionsprodukten bilden.

E-Cat Einheiten werden in 1MW Anlagen eingebaut, deren Marktreife anscheinend kurz bevor steht – ein erstes Kraftwerk wurde bereits an einen Kunden in den USA verkauft.

Um die genaue Funktionsweise auch weiterhin geheim zu halten, sollen die Reaktoren mit einem Selbstzerstörungsmechanismus ausgestattet werden, so dass niemand das Innenleben unter die Lupe nehmen kann.

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Neuer Kaltfusionsreaktor vorgestellt

Es war jahrzehntelang nur eine interessante wissenschaftliche Theorie – die Erzeugung von Energie durch „Kalte Fusion“. Ein Versuch aus dem Jahre 1989 zur elektrochemischen herbeigeführten Kalten Fusion, vorgestellt von den Chemikern Martin Fleischmann und Martin Pons, konnte nie erfolgreich durch unabhängige Wissenschaftler reproduziert werden.

Doch jetzt hat am 14. Januar 2011 hat der italienische Ingenieur Andrea Rossi und der Physiker Sergio Focardi zum ersten Mal öffentlich ihre neue Technologie vorgestellt – den Energy Catalyzer, auch kurz E-Cat genannt. Die Demonstration fand in einem Gebäude im Cerodolo Industriebezirk in der Nähe von Bologna (Italien) statt. Es waren 50 ausgewählte Zuschauer mit persönlicher Einladung zugelassen.

Organisiert und überwacht wurde das Experiment von Guiseppe Levi, einem Kernphysiker der Universität Bologna. Er beschreibt den Vorgang zunächst lieber vorsichtig als „niederenergetische Kernfusion“ oder Low Energy Nuclear Reaction (LENR). Laut Rossi und Focardi soll im Inneren des Reaktors Wasserstoff und Nickel zu Kupfer verschmelzen. Bis zu 415mal mehr Energie soll dadurch erzeugt als verbraucht werden, beim Testlauf im Januar war es immerhin das 31fache. Eine erzeugte Energie von 10kW konnte gemessen werden.

von E-Catalyzer Test in Bologna

Die Aufregung im Internet ist seither groß und es wird heiß und kontrovers diskutiert. Zwar fehlt bisher noch ein unabhängiger wissenschaftlicher Test, aber es scheint als würde vielleicht ein revolutionärer Durchbruch auf diesem Gebiet kurz bevorstehen.

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